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Was steht eigentlich auf dem Hundefutter-Etikett?

Fachbegriffe einfach erklärt: Was bedeuten diese Begriffe auf dem Hundefutter-Etikett?

Sicherlich haben Sie auf Hundefutter-Verpackungen schon einmal die drei Begriffe „Rohfaser“, „Rohfett“ und „Rohasche“ entdeckt. Diese Bezeichnungen sorgen nicht nur bei unseren Kundinnen und Kunden manchmal für Verwirrung und möchten wir Ihnen in unserer Beratung kurz erläutern.

Rohfaser

Ebenfalls in Prozent angegeben, bezeichnet „Rohfaser“ den Anteil an unverdaulichen pflanzlichen Faserstoffen im Hundefutter. Für die Ernährung eines Hundes sind solche Ballaststoffe, wie beispielsweise Zellulose, in begrenzter Menge wichtig. Diese regen die Darmtätigkeit an und formen den Kot.

Hat ein Futter jedoch einen zu hohen Rohfaseranteil, kann dieses nicht richtig verdaut werden, was wiederum zu Blähungen und zum Ausscheiden grosser Kotmengen führt. Ballaststoffe vergrössern das Nahrungsvolumen, ohne Energieträger zu sein und steigern die Verweildauer im Magen, sodass die Ruhepause nach der Fütterung von Nahrung mit hohem Rohfaseranteil deutlich länger ausfallen sollte.

Zudem muss der Hund bei ballaststoffreicher Nahrung ausreichend trinken, da diese das 100-Fache des Eigengewichtes an Wasser binden können. Trockenfutter sollte im Idealfall einen Rohfaser-Anteil von 2 bis 3 Prozent aufweisen, bei Nassfutter sind Werte um 0,5 Prozent optimal.

Rohfett

Der Rohfett-Anteil, der ebenfalls in Prozent angegeben wird, gibt darüber Auskunft, wie energiereich ein Futter ist. Daneben liefert Fett auch wichtige essentielle Fettsäuren. Ein gutes Trockenfutter sollte einen Rohfett-Wert zwischen 6 und 17 Prozent aufweisen, als Mindestwert gelten 5 Prozent. Bei Nassfutter sollten die Werte zwischen 3 und 11 Prozent liegen.

Die reine Prozentzahl hat für sich allerdings noch keine ausreichende Aussagekraft. Die Qualität der Fette wird von der Herkunft und der Zubereitung der Rohstoffe und den absoluten und relativen Gehalt an gesättigten, einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren bestimmt. Diese lässt sich aber leider nicht einfach am Etikett ablesen, sondern kann nur über die Liste der Inhaltsstoffe und die Art der Zubereitung abgeschätzt werden.

Rohasche

Das Wort ist in die Bestandteile „Roh“ und „Asche“ aufgeteilt. Und in der Tat geht es hierbei um Verbrennung: Zur Bestimmung der Rohasche wird in einem Labor eine Probe der Nahrung über 6 Stunden im sogenannten Muffelofen auf 550°C erhitzt und verascht. Der verbleibende, nicht brennbare Rückstand wird als Rohasche bezeichnet. Dieser besteht aus Mineralstoffen (wie den lebensnotwendigen Mengen- und Spurenelementen) sowie sonstigen anorganischen Substanzen. Optimaler Weise sollte der Rohasche-Wert bei Hunde-Trockennahrung unter 10 Prozent und bei Nassnahrung unter 4 Prozent liegen.

Oft wird die Meinung vertreten, dass dieser Gehalt so gering wie möglich sein soll. Allerdings muss zwischen anorganischen Verunreinigungen und den wichtigen Mineralstoffen unterschieden werden. Ein niedriger Wert kann aufgrund von geringer Zugabe der notwendigen Mineralstoffe erreicht werden und darf daher nie pauschal als Qualitätsmerkmal gewertet werden. Ein sehr hoher Wert hingegen kann auf Verunreinigungen hinweisen.

 

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