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Fell - Spiegel der Gesundheit

Das Fell – Der natürliche Spiegel der Gesundheit

Ein guter Indikator für den Gesundheitszustandes Ihres Hundes ist das Fell. Schnell können bereits kleinere Krankheiten oder Ernährungsfehler zu einer Veränderung des Fells führen. Es wird matt und wirkt glanzlos, es kommt zu Haarausfall oder Störungen beim Fellwechsel. Durch die schnelle Reaktion von Haut und Haar auf Erkrankungen oder Ernährungsfehler kann aber jeder Halter das Allgemeinbefinden seines Hundes und dessen Veränderung sehr gut einschätzen. So können Sie den Ursachen sehr rasch entgegenwirken.

Fellwechsel

Der Fellwechsel verläuft in einem jahreszeitlichen Zyklus mit Höhepunkten im Frühjahr und im Herbst. Der erblich bedingte Haarwechsel schützt die Tiere durch ein angepasstes Fellkleid vor Kälte im Winter und Wärme im Sommer. Nach etwa 4 bis 6 Wochen ist der Neuaubau des Haarkleides abgeschlossen. Da dies eine enorme Stoffwechselleistung für Hunde darstellt, treten Ernährungsfehler während des Fellwechsels besonders in Erscheinung.

Durch die Haltung von Hunden in der Wohnung, künstliche Beleuchtung und weitere externe Faktoren kann der Haarwechselzyklus durcheinanderkommen oder sogar ganz ausfallen. Stattdessen kann es zu einem ganzjährigen Haarwechsel kommen.

Talg erhält das Haar am Leben

Haare werden, wie Krallen, als sogenannte „Hautanhangsorgane“ bezeichnet. Jedes Körperorgan wird vom Organismus versorgt, im Falle der Haare zwar nicht mit Blut aber dafür mit Talg: Am Ende der Wurzelscheide sitzen Talgdrüsen in der Haut, deren Ausscheidungen für die Vitalität, den Glanz und die Lebensdauer der Haare mitentscheidend sind. Sie erzeugen den fettartigen mineralstoffreichen Talg, der den Haaren mitgegeben wird, wenn sie aus der Wurzelscheide herauswachsen. Im Anschluss ist es am Hund, mit seiner Körperpflege für die weitere Haarerhaltung, d.h. auch die Verteilung des Haartalges, zu sorgen.

Mittels Muskeln, die am Ende der Wurzelscheiden ansetzen, richtet der Hund das jeweilige Haar auf bzw. legt es wieder an. Dies dient nicht nur dem Wärmeschutz, sondern auch der Kommunikation (z.B. durch Sträuben der Nackenhaare). Die Haarwurzelscheide und die umliegende Haut sind von Nerven durchzogen. Über spezielle Tastzellen können so auch leichteste Berührungen der Haare und ihrer Stellung an das Nervensystem weitergeleitet werden.

Haare sind ein wichtiger und unverzichtbarer Teil des Organismus mit vielen Funktionen. Da sowohl das Haarwachstum als auch die Talgdrüsenproduktion vom Hormonsystem sowie von einer ausreichenden Versorgung mit Mineralstoffen, Vitaminen, Eiweissen und Fettsäuren abhängt, erklärt sich, weshalb man vom Fell als "Spiegel der Gesundheit" spricht.

Krankheits- oder ernährungsbedingte Haarveränderungen:

  • fettiges, öliges Haar
  • leichte Brüchigkeit
  • vermehrter Haarausfall ausserhalb des Fellwechsels
  • stumpfes, nicht glänzendes Haar
  • kein fester Halt von Haaren oder ganzen Haarbüscheln

Diese Symptome können zusätzlich mit einer veränderten Haut (Schuppung, Rötung) sowie anderen Symptomen wie schlechtem Körpergeruch, Juckreiz, häufigem Lecken bestimmter Hautstellen auftreten. Eine eindeutige Krankheit lässt sich anhand dieser zahlreichen unspezifischen Faktoren aber selten bestimmen.

Unterstützten Sie das Fellkleid mit hochwertiger Nahrung

Der Zusammenhang von artgerechter, hochwertiger Ernährung und Fellbeschaffenheit wurde bereits in diversen wissenschaftlichen Studien untersucht. Das Ergebnis: Bei fast allen untersuchten Tieren ist es möglich, durch die Fütterung von qualitativ hochwertiger Vollnahrung, bereits nach einigen Wochen eine Verbesserung der Fellbeschaffenheit, die sich durch Glanz und den richtigen Fettgehalt ausdrückt, zu erreichen.

Ein gesundes und kräftiges Fell sollte also für jeden Hund selbstverständlich sein. Es beweist nicht nur die Gesundheit des Hundes, sondern auch dessen vernünftige Pflege und richtige Ernährung. Ist ein Hund trotz schlechter Fellqualität körperlich gesund, sollte die Ernährung umgestellt bzw. Ernährungsfehler ausgeglichen werden, wie z.B. der Mangel an bestimmten Nährstoffen. Eine artgerechte Ernährung sollte zudem durch regelmässige und gründliche Fellpflege unterstützt werden.

Tipps für ein gesundes Fell

  • Füttern Sie Ihren Hund artgerecht mit hochwertigem Hundefutter.
  • Bürsten Sie Ihren Hund regelmässig: Hautproblemen und -Erkrankungen, die durch verfilztes Fell verursacht werden, kann so vorgebeugt werden.
  • Durchsuchen Sie das Fell Ihres Hundes regelmässig nach Kletten, Zecken und anderem Ungeziefer - achten Sie dabei auch auf Verletzungen der Haut oder Hautausschläge.
  • Verwenden Sie beim Baden Ihres Vierbeiners spezielle hautschonende Shampoos für Hunde, um einer Hautaustrocknung vorzubeugen.
  • Achten Sie in den kalten Monaten darauf, dass die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen nicht zu niedrig ist (zwischen 40 und 60% ist optimal) und die Räume nicht überheizt werden. Dies trocknet die Haut unnötig aus.
  • Halten Sie Ihren Hund frei von Hautparasiten wie Flöhen oder Milben.
  • Nehmen Sie im Haus möglichst das Halsband und Brustgeschirr ab, damit das Fell an diesen Stellen nicht abbricht.
  • Falls Sie Hundekleidung nutzen, achten Sie auf den richtigen Sitz und fellschonendes Material.
  • Lassen Sie die Krallen Ihres Hundes nicht zu lang werden, kürzen Sie diese wenn nötig mit einer speziellen Schere.

 

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